Archiv für July 2010
WOC Team nominiert
06.07.2010 10:44
So, jetzt ist es fix. Ich starte an der OL-Weltmeisterschaft in Trondheim, Norwegen (8.-15. August).
Herren:
Felix Breitschädel
Gernot Kerschbaumer
Markus Lang
Erik Nilsson-Simkovics
Wolfgang Siegert
Christian Wartbichler
(Ersatz: Tobias Killmann)
Damen:
Elisa Elstner
Ursula Kadan
Karin Leonhardt
Thea Lillehov
ÖSTM Langdistanz
05.07.2010 20:27
Nach kurzer Regeneration ging es am Sonntag auf die Langdistanz. Ich wollte bewusst nicht zu schnell beginnen um ins Orientieren hineinzukommen. Zu Posten 1 nahm ich die beste Route, in der Durchführung war sie aber nicht perfekt. Danach wurde es schwierig und ich versuchte so viel wie möglich mitzulesen. Da es aber äußerst schwierig war das Gelände und Karte zu interpretieren, machte ich einige Fehler bei den folgenden Posten. 7-8-9 waren dann wieder nette Teilstrecken, genau richtig für mich :). Danach ging es wieder hinein in das feine Gebiet, diesmal mit einer anderen Taktik – ich lief praktisch nur mit Kompass und es ging immer besser, ich machte keine gröberen Fehler.
Bei Posten 16 auf Silberkurs in der Staatsmeisterschaft
Bis Posten 24 war noch alles in Ordnung, da ich aber bei den Getränkeposten zum 10er und dann zum 25er vor leeren Kanistern stand, wurde ich etwas gestresst. Ich wusste, dass ich Wasser benötigen würde um die ganze Strecke zu schaffen. Zum 27er wählte ich daher die Route über den Start, in der Hoffnung dort Wasser aufzufinden. Aber auch dort alles leer.
Auf der langen Teilstrecke nach der Passage wollte ich eigentlich Höhe haltend zum Weg hinüberlaufen. Als ich aber eine Almhütte im Wald sah (die nicht auf der Karte war), dachte ich dass ich zu weit unten wäre und stieg noch ein wenig. Somit war ich dann 60 Höhenmeter zu hoch und lief den Posten quer an. Bis zum Kahlschlag alles in Ordnung, danach wollte ich den mittelgrünen Dickichtstreifen sehen. Aber irgendwie stimmte mehreres nicht mehr. Es gab einen Bach, der nicht auf der Karte war. Ich konnte mich dann auf einer Wiese 200 m weiter auffangen. Danach brachte ich mich noch irgendwie ins Ziel. Eine erste Erlösung war das erste Wasser beim 30. Posten. Wenige Minuten später im Ziel eine Menge Wasser …
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Zwei Minuten fehlten auf eine Medaille: Karte, Ergebnis
Kein Wasser
Meiner Meinung nach kann man sich bei einem Elite-World Ranking Event und einer Staatsmeisterschaft erwarten, dass es genügend Wasser für die Läufer gibt. Was würden wohl Marathonläufer sagen, wenn sie nach 102 Minuten das erste Wasser bekommen?
Auszug aus der ÖFOL Wettlaufordnung (V.1.2.1.12):
(4) Wenn die erwartete Siegerzeit mehr als 60 Minuten beträgt, sind im Abstand von jeweils ca. 30 Minuten Verpflegungsposten einzurichten. Bei den Verpflegsposten sind den Läufern angemessen temperierte Getränke (darunter in jedem Fall reines Wasser) anzubieten.
Aus den IOF WRE Guidelines:
17. Refreshments During the race
Refreshments shall be available at least every 25 minutes during the race, if the estimated winning time is more than 30 minutes.
Each refreshment point should be manned throughout the race and shall be replenished frequently too. The situation where a late starter arrives at a drinks control to find it unmanned and without water must be avoided.
World Ranking Event in Tirol: Uphill
05.07.2010 20:11
Die letzten beiden Etappen des Tiroler 6-Tage-OLs waren World Ranking Events und zugleich 5., 6. Austria-Cup und ÖSTM Langdistanz.
Bei der Mitteldistanz am Samstag startete ich als Letzter – der Start wurde bereits abgebaut während ich mich auf meinen Lauf vorbereitete… Und schon ging’s los. Erster Posten gleich bergab, kurze Unsicherheit im Postenraum. Danach weiter zu 2 – die Sümpfe erinnerten mich an O-ringen 08 in Sälen. 3er war okay, beim 4er erster fataler Fehler. Ich wollte die Sumpfrinnen erkennen und an der zweiten hinauflaufen. Erblickte aber keine und war dann bereits zu weit vorne im Hang. Ich hatte bereits einige Höhenmeter bewältigt und überlegte ob er oben oder unten sein könnte, entschied mich aber für oben, da wahrscheinlicher und lief unsicher hinauf. Dann sah ich aber die Wegabzweigung weiter oben und fand anhand dieser Information den Posten doch recht bald.
Dann versuchte ich sehr kontrolliert zu orientieren und es ging wieder besser. Posten 9 lief ich perfekt an. Zum 10er lief ich bewusst ohne viel zu fallen, als ich mich beim Dickicht auffangen wollte fand ich allerdings keinen Weg und die Rinnensituation interpretierte ich anders. Zuerst lief ich hinunter, fand aber nicht das “besondere Objekt” und entschied mich hinaufzulaufen um mich beim Weg aufzufangen. Gesagt, getan und danach zögerte ich trotzdem noch zum Posten. Posten 4 & 10: 1,5 + 2,5 min = 4 min Fehler. Ich ärgerte mich sehr und dachte, der Lauf sei somit schon gelaufen. Ich pushte aber trotzdem noch zu den nächsten Posten, und ab Posten 12 ging es dann aufwärts. 260 Höhenmeter am Stück.
Überraschenderweise war ich dann mit dem Lauf bester Österreicher in der WM-Quali und machte 1062 Punkte bei meinem 3. World Ranking Event.



