Nach kurzer Regeneration ging es am Sonntag auf die Langdistanz. Ich wollte bewusst nicht zu schnell beginnen um ins Orientieren hineinzukommen. Zu Posten 1 nahm ich die beste Route, in der Durchführung war sie aber nicht perfekt. Danach wurde es schwierig und ich versuchte so viel wie möglich mitzulesen. Da es aber äußerst schwierig war das Gelände und Karte zu interpretieren, machte ich einige Fehler bei den folgenden Posten. 7-8-9 waren dann wieder nette Teilstrecken, genau richtig für mich :). Danach ging es wieder hinein in das feine Gebiet, diesmal mit einer anderen Taktik – ich lief praktisch nur mit Kompass und es ging immer besser, ich machte keine gröberen Fehler.
Bei Posten 16 auf Silberkurs in der Staatsmeisterschaft
Bis Posten 24 war noch alles in Ordnung, da ich aber bei den Getränkeposten zum 10er und dann zum 25er vor leeren Kanistern stand, wurde ich etwas gestresst. Ich wusste, dass ich Wasser benötigen würde um die ganze Strecke zu schaffen. Zum 27er wählte ich daher die Route über den Start, in der Hoffnung dort Wasser aufzufinden. Aber auch dort alles leer.
Auf der langen Teilstrecke nach der Passage wollte ich eigentlich Höhe haltend zum Weg hinüberlaufen. Als ich aber eine Almhütte im Wald sah (die nicht auf der Karte war), dachte ich dass ich zu weit unten wäre und stieg noch ein wenig. Somit war ich dann 60 Höhenmeter zu hoch und lief den Posten quer an. Bis zum Kahlschlag alles in Ordnung, danach wollte ich den mittelgrünen Dickichtstreifen sehen. Aber irgendwie stimmte mehreres nicht mehr. Es gab einen Bach, der nicht auf der Karte war. Ich konnte mich dann auf einer Wiese 200 m weiter auffangen. Danach brachte ich mich noch irgendwie ins Ziel. Eine erste Erlösung war das erste Wasser beim 30. Posten. Wenige Minuten später im Ziel eine Menge Wasser …
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Zwei Minuten fehlten auf eine Medaille: Karte, Ergebnis
Kein Wasser
Meiner Meinung nach kann man sich bei einem Elite-World Ranking Event und einer Staatsmeisterschaft erwarten, dass es genügend Wasser für die Läufer gibt. Was würden wohl Marathonläufer sagen, wenn sie nach 102 Minuten das erste Wasser bekommen?
Auszug aus der ÖFOL Wettlaufordnung (V.1.2.1.12):
(4) Wenn die erwartete Siegerzeit mehr als 60 Minuten beträgt, sind im Abstand von jeweils ca. 30 Minuten Verpflegungsposten einzurichten. Bei den Verpflegsposten sind den Läufern angemessen temperierte Getränke (darunter in jedem Fall reines Wasser) anzubieten.
Aus den IOF WRE Guidelines:
17. Refreshments During the race
Refreshments shall be available at least every 25 minutes during the race, if the estimated winning time is more than 30 minutes.
Each refreshment point should be manned throughout the race and shall be replenished frequently too. The situation where a late starter arrives at a drinks control to find it unmanned and without water must be avoided.