Elitserien: Gelungener Saisonauftakt

Kristiansand – Kopenhagen – Karlskrona

Der erste Elitserien Wettkampf der Saison wurde als Massenstart auf der Langdistanz veranstaltet. 185 Läufer waren in der H21E gemeldet, darunter ich und auch ein paar andere Österreicher. Es erwartete uns eine 18,8 km lange Bahn im Küstengebiet von Karlskrona, gelegt vom OL-Weltmeister Kent Ohlsson. Viele offene Felsplatten, recht viel Unterbewuchs und steiniger Untergrund.

Wie erwartet wurde am Anfang viel gestresst, jeder wollte sich gut im Feld positionieren. Aber durch das viele Dickicht am Weg zum ersten Posten war es schwierig in der Breite zu laufen und die Läufer verteilten sich in die Länge. Ich startete in einer hinteren Reihe im Massenstart und so war ich dann bereits eine halbe Minute hinter dem Führungspaket als ich auf die Forststraße hinauskam. Posten 1-3 verlief für mich gut. Notiz am Rande: Stempelte gemeinsam mit unter anderem Markus Lang beim Dreier. Zum Vierer kontrollierte die Richtung zu wenig und lief in der falschen Gruppe bis zur Steinmauer, dann hieß es für mich umdrehen und zu meinen Posten laufen. Schade, da verlor ich etwa 1,5 Minuten und war die nächsten Posten fast alleine. Dann machten die vor mir Fehler und ich holte die große Gruppe wieder ein.

Der Rest des Rennens verlief recht gut für mich. Ich hatte zwischendurch Phasen, in denen ich schon sehr sehr müde war, beim Kartenwechsel hatte ich einen Tiefpunkt. Interessanterweise erholte ich mich immer mehr und das Feeling wurde besser auf der zweiten Schleife und ich überholte immer wieder andere. Lustig auch, dass ich sehr oft mit meinen Klubkollegen Kontakt hatte während des Laufes. Am Schluss konnte ich mich mit einem Klubkollegen an die Spitze der Großgruppe setzen als die anderen einen kleinen Fehler machten und wir eine andere Route wählten. Und beim vorletzten Posten versuchte ich nochmals alle Kräfte zu mobilisieren, wodurch mich niemand mehr bis ins Ziel überholte. Nach dem Zielstempel drehte ich mich um und sah eine Menge Läufer im Zielsprint (20 in 60 Sekunden).

Ich wurde 54. mit dem (geringen) Rückstand von 12 Minuten, bester Österreicher und auch bester von meinem Klub. Ein guter Start in die Saison. Jetzt wartet am Montag noch die Mitteldistanz.

Karte, erste Runde

Karte, zweite Runde

Ergebnis

Training in Mora

Manche zieht es in die kalte Jahreszeit in den Süden um ein paar Tage in der Wärme zu trainieren. – Ich fuhr in den Norden, denn dort hatte es diesmal Temperaturen von angenehmen -20 bis -30°C unter Tags :) . Zurück in Wien subtropische Verhältnisse bei 0°C. Echt warm! Und das hält für mehrere Wochen an…

Langlaufen in Mora

Mora ist vor allem wegen des Wasalaufs, dessen Ziel in Mora ist bekannt. Henrik kam auch nach Schweden und so konnten wir gemeinsam trainieren.

Kälte vs Wärme

+20 drinnen -30 draußen. 5-schichtige Bekleidung, Atemfilter, Brille hielten die Kälte draußen und so ließ es sich ohne Probleme (viel) trainieren. Alles von 90-minütigen bis dreistündigen Einheiten.

Vasaloppsspåret

Die Loipe des Wasalaufs, nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt. Jede Menge Loipenkilometer in verschiedene Richtungen gespurt. Die längeren Einheiten gingen nach Norra Garberg (dort hatte es durch die Inversionswetterlage milde -1°C!), Hökberg und Mora.

Training

Erste Einheit nach Frühstück, Ski wachseln und Umziehen um ca. 12.15 Uhr, zweite Einheit um 19 Uhr. Flexible Zeitgestaltung.

Alles in allem eine tolle Woche mit viel Training und schönem Wetter!

Jetzt: Im Zug nach Lienz, zum Ski-OL nach Kals.

Stadt-OL Venedig

P1020121

Gleich am Samstag gab es schon den Park-O auf der Insel Sant Elena. Die Bahn war eher einfach und mir gelang ein guter Lauf bis auf einer Unsicherheit im Park zu Posten 3 und beim Weglaufen vom Posten nahm ich etwas die falsche Richtung und verlor dadurch ein paar Sekunden. Schlussendlich war ich Fünfter in der Hauptklasse, nur 1.20 hinter Graham Gristwood.

Karte, Ergebnis

Dann stand der eigentliche Stadt-OL am Programm. Gestartet wurde von der Salute, wir wurden mit Booten hinübergebracht.

3. Erik, 1. Oskar Sjöberg, 2. Henrik Sulz
3. Erik, 1. Oskar Sjöberg, 2. Henrik Sulz

Ich wurde Dritter, 20 Sekunden hinter dem Sieger Oskar Sjöberg aus Schweden und 16 sek hinter Henrik Sulz.

Karte mit Analyse, Ergebnis

SM Mittel und Staffel

Voriges Wochenende nahm ich an den schwedischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz und der Staffel teil. Bei der Mittel gelang mir die Qualifikation im äußerst knappen Heat – trotz eines recht guten Laufes – leider nicht.
Karte Mittel

So konnte ich mich schon am Samstag voll auf die Staffel konzentrieren. Wir hatten ein gutes H20-Team mit Nils Spetz auf der Startstrecke, Gustav Eklöf auf der zweiten und mir auf der dritten. Und es begann auch gut, beim ersten Radiocontrol lagen wir 4. dann nach 6 km im Führungspaket auf ca. 10. Stelle und schlussendlich übergab Nils mit nur knapp über 2 min Rückstand an Gustav, der einen guten Lauf hinlegte und vier Plätze gutmachte und an mich an 14. Stelle übergab.

Ich startete etwas nervös ins Rennen, fand aber den ersten Posten gut und konnte am Weg dorthin schon zwei Teams überholen. Danach hatte ich eine nicht allzu gute Phase mit kleinen Fehlern und Zögerern und wurde wieder von den zwei Teams überholt. Aber dann kam ich in ein Flow hinein, lag meist vorne und konnte mein eigenes Rennen laufen und auf der langen Teilstrecke 8-9 konnte ich eine Lücke öffnen. Beim Zuschauerposten war ich alleine an 12. Stelle, wusste nicht dass ca. 30 Sekunden hinter mir 5 Läufer im Paket kamen und versuchte auf der Schlussschleife sicher zu orientieren. Am Weg zum drittletzten Posten geschah dann das Missgeschick, ein Schlenkerer (zu weit nach links) kostete Zeit und die Teams die recht knapp hinter mir waren sahen mich und konnten im Hang das Tempo erhöhen und korrigierten meinen Fehler und schlichen alle an mir vorbei. Als ich dann den Fehler korrigiere sehe ich sie alle schon 100 Meter vor mir am Weg zum Vorletzten Posten. So konnte ich eigentlich nichts mehr machen und wir endeten an 17. Stelle. Etwas enttäuscht war ich schon, der 30 Sekunden Fehler hatte 5 Platzierungen gekostet. Wäre ich bei der Zuschauerpassage mit dem Paket gewesen hätte ich sicher ein paar im Zielsprint “abzocken” können … :) Insgesamt war mein Lauf aber gut, der größte Fehler 30 Sekunden.

Wir hatten aber doch unser Teamziel (Top 20) erreicht und wir waren uns einig, dass wir uns alle wie üblich in der Staffel ein bisschen steigern konnten. Es hat auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht und der Klub hat das letzte Mal vor ca. 10 Jahren so eine gute Platzierung bei einer Junioren-SM Staffel erreicht.

Karte Staffel

Das Team beim Abenteuergolf
Das Team beim Abenteuergolf

3 Sprint-OLs – SM & Borås City Sprint

Foto: www.osm2009.se
sprintsm1
Foto: Stefan Månsson

Die vorigen Wochen lagen ganz im Zeichen des Sprint-OLs. Ich wollte nach einem nicht-so-toll-durchgeführten JWOC-Sprint versuchen einmal gut zu laufen. Und dazu gab es reichlich Gelegenheiten.

Die schwedische Sprintmeisterschaft sollte spektakulär werden. Qualifikation auf der Insel Nord-Koster (westlichste bewohnte Insel Schwedens) und Finale in Strömstad.

Das Gelände des Qualifikationslaufs wechselte ständig zwischen offenen Gebieten, Wald, Steinfeldern, Felsplatten und Sandboden. Durch das regnerische Wetter wurde das Laufen auf den rutschigen Felsplatten schwierig und beeinflusste ein wenig die Routenplanung. Mir gelang ein guter Lauf und ich qualifizierte mich somit fürs Finale.

Karte

Strömstad

Neuer Tag, neues Gelände
Am nächsten Tag, am Abend fand das Finale in der Stadt statt – ein Publikumsfest mit Startrampe direkt neben dem Ziel, mehreren Zuschauerposten und gutem Speaker sorgten für eine unglaubliche Stimmung.  Auf der Strecke wurde ich andauernd von Bekannten und anderen Zuschauern angefeuert und mir gelang ein noch besserer Lauf als in der Quali. Ein 10s-Fehler beim Vorletzten war der größte Fehler und ich war im Ziel sehr zufrieden mit dem Lauf, mein bester Sprintlauf bisher. Somit wurde ich 20. nur 1.24 hinter dem Sieger.
Karte, Ergebnis

U10Mila
Bei der Jugendtiomila war UOK Veranstalter und als Mitarbeiter im Start/Zielbereich konnte ich die ganze Nacht den Wettkampf mitverfolgen. Meine Schwester Anna überraschte mich und kam durch einen starken Lauf als Erste von der zweiten Strecke zurück und das Damenteam wurde schlussendlich 10.! Wow.

Borås City Sprint

Donnerstag lief ich den City Sprint. Immer ein Erlebnis, direkt vor dem großen Stadtfest (einige der besten schwedischen Artisten treten auf) wurde der Sprint-OL organisiert. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme in die Karte hineinzukommen, nahm die falsche Route zum Zweier – danach lief es gut bis auf einen 10s-Fehler. Am Schluss konnte ich wieder das Tempo erhöhen und gewann dadurch den Sprint in der H21.
Karte, Ergebnis

JWOC 2009

Es ist schon eine Weile her seit meinem letzten Eintrag, viel ist passiert, das kann ich sagen.

Die JWOC möchte ich noch einmal Revue passieren lassen:
Dieses Jahr habe ich es geschafft physisch bei der JWOC in Topform zu sein.
Meine beste Trainingsperiode überhaupt hatte ich in den Vormonaten (Mai-Juli). OL-technisch konnte ich mich sehr gut vorbereiten und mental habe ich dieses Jahr einige neue Sachen angewandt.

Zu den Läufen selbst:
Den Sprint habe ich schon im vorigen Bericht analysiert, hätte besser sein können aber okay.

Langdistanz:
Diese war wie erwartet die anspruchsvollste Distanz, aber ich hatte nicht mit solchen extremen Bedingungen gerechnet. Das Gelände war wirklich schwierig zu belaufen und auch vom OL-technischen eine Herausforderung. Ich glaube die Karte sagt mehr als genug …
Anfang gut, gefolgt von zwei großen Fehlern zu 7 und 9, wobei ich beim Siebener Probleme hatte Karte-Gelände abzustimmen. Der kleine Pfad war nicht leicht zu finden! Posten 9-Ziel die beste Phase des Jahres bis zu dem Zeitpunkt. Kaum Fehler (30s zum Letzten war der einzige nennenswerte Fehler) und anscheinend ein gutes Tempo ermöglichten, dass ich von Platz 49 bei Posten 9 auf Platz 29 im Ziel hinaufgelaufen. Platzierungsmäßig ein gutes Resultat, wobei hier sehr viel noch möglich gewesen wäre, aber nich nur ich hatte Probleme hier ;).
Ergebnis, Split times

Mitteldistanz Qualifikation:

Die lange Wegstrecke zum Startpunkt (300m) nutzte ich um mir die ganze Bahn anzuschauen. Mein Plan war es mir einfach zu machen, vor allem am Anfang. Da wählte ich die Sicherheitsroute über den Weg, zögerte dann trotzdem ein bisschen im diffusen Gelände. Der zweite Posten war sehr schwimmend, hatte einen Ablaufpunkt, lief aber nur wenige Meter vor dem Posten vorbei und resultierte schlussendlich in 2 min Fehler. Danach ging es wieder super und ich machte im Prinzip keine Fehler (Platz 50 bei 2 – Platz 15 im Ziel). Die Qualifikation ging sich aus, es war aber sehr dicht und war dann nur 15. in meinem Heat (Cut bei 20)
Karte, Split times

Mitteldistanz Finale:
Voll motiviert ging ich wieder ins Rennen. Wiederum langer Weg zum Startpunkt der meiner Meinung nach den Lauf sehr vereinfachte. Ich konnte mir Zeit lassen eine sichere Route zum ersten Posten zu wählen und als ich in den Wald komme kommt mir der 2 Minuten vor mir gestartete Italiener entgegen und schließt sich mich an. Erster Posten sicher, perfekt, dann zu Zwei, der Italiener wirkt gestresst und will unbedingt vor mir dort sein was er auch schafft. Dann wähle ich aber eine andere Route zu 3 und bald bin ich ihn los. Das Gelände und die Bahnlegung gefiel mir sehr gut, die steilen Hänge “auszuschmieren” und der Wald mit vielen Felsen war wie für mich gemacht. Zu Posten 8 der erste Fehler, laufe ganz knapp am Funkposten vorbei und erwarte ihn am nächsten Rücken. Dort angelangt merke ich das Missgeschick und muss extra Höhenmeter machen. Der Fehler kostete mir eine Minute, im Ziel erfuhr ich, dass ich dort in Führung lag. Im Wechsel zum flachen Gebiet passieren zwei weitere Fehler, insgesamt eine Minute, danach läuft wieder alles wie geplant. Der Zuschauerposten war ein Genuss, so viele Fans und Zuschauer, welch eine Stimmung! Dann geht es auf die Schlussschleife im technisch anspruchsvollsten Teil. Ich laufe etwas vorsichtiger, nehme das Tempo zurück und bis auf kleine Unsicherheiten schaffte ich den Abschnitt gut, dann geht es ins Ziel, wo man wahrlich von den Zuschauern ins Ziel getragen wurde. Dritter im Ziel und schon wurde ich zum Interview geholt.

11:30
CK:  Erik Nilsson-Simkovics: Good start, at the 8th control 1 minute mistake, but a good race, difficult at the beginning, in the middle quite easy, difficult at the end, but he took it easy, some small mistakes
11:30
WoO:  Simkovics: – The change from easy middle part to difficult in the last part is hard – this is where many make mistakes.

Schlussendlich wurde ich 28. Mit einem besserem Qualilauf und einer späteren Startzeit im Finale hätte ich ein paar Platzierungen besser sein können, aber ich bin mit der Performance sehr zufrieden!
Karte, Ergebnis, Split times

Staffel

Nach den Ergebnissen der Woche wurde entschieden, dass Helmut Gremmel, Tobias Guggenberger und ich laufen. Schade für Henrik, dass er es durch ein verpatztes Mittel B-Finale nicht schaffte.
Ich bekam die Aufgabe die Startstrecke zu übernehmen. Wir wollten möglichst lange dabei bleiben und so ging ich ins Rennen und war beim Startpunkt ganz vorne dabei. Die ersten Posten stellten sich als eher kurz und schwierig dar und ich ließ mir Zeit mit dem Karten lesen. Beim ersten Posten stempelte ich dann als Zweiter auf meiner Gabelung und zu Posten 2 war ich dann alleine. Ich sah jede Menge Läufer vor mir in andere Richtungen laufen. Es stellte sich heraus, dass ich als Einziger die ungünstige Gabelung am Anfang hatte und war somit bei Posten 3 schon recht weit hinten ohne einen richtigen Fehler gemacht zu haben. Zu Posten 5 machte ich dann einen kleinen Fehler und die Führungsgruppe kam mir schon entgegen. Die waren da schon über eine Minute vor mir!

Danach hatte ich ein einsames Rennen, hier und da sah ich ein paar Läufer vor mir, auf die ich versuchte aufzuschließen und dann vorbeizukommen und bei der ersten Zuschauerschleife sah ich plötzlich Christian Pfeifer, der aus einer komischen Richtung kam und ich kontrollierte dann drei Mal ob ich eh den richtigen Posten gestempelt hatte. Dort war ich dann ca. 1.20 hinter der Führungsgruppe. Das fordernde Gelände lag mir sehr und nach dem Kartenwechsel konnte ich das Tempo noch ein bisschen erhöhen und bekam später Sichtkontakt zu einer Gruppe mit mehreren Läufern vor mir. Auf der Strecke zu Posten 20 schloss ich an die Gruppe die vor mir war an, diese hatten alle aber einen Posten früher im Hang und liefen hinunter auf den Weg während ich weitere 200m im Hang laufen durfte bis mein Posten kam. Bei Zuschauerposten 2 hatte ich dann einen Rückstand von etwa 1.40. Okay, nicht viel verloren dachte ich mir und es ging noch einmal hinauf, die vielen Zuschauer halfen einem die letzten Kräfte herauszuholen und nach der Schlussschleife konnte ich den Lauf als 15. mit 2.06 Rückstand beenden und an Helmut übergeben. Den anderen Teammitgliedern ging es leider nicht so gut und wir verloren konstant Zeit und Platzierungen. Schlussendlich beendete unsere Staffel den 26. Platz gesamt und den 18. in der Nationenwertung.

Karte Teil 1, Karte Teil 2, Ergebnis

Das war die zweite und letzte JWOC für mich und ich konnte mich auf allen Distanzen deutlich verbessern. Spaß hat es gemacht und die Erlebnisse werden lange in Erinnerung bleiben…

Link: JWOC-Fotos

Jukola 2009

jukolastart
Jukola-Start auf der Trabrennbahn

Nach der NOC ging es nach einem Abstecher bei den Forssa Games, an denen ich nicht teilnahm jedoch ein paar Klubkollegen – in Richtung Mikkeli.

Wir wohnten in sehr schönen finnischen Blockhäusern direkt am See. Es gab Ruderboote, die auch einige Male benutzt wurden – als Trainings- oder als Verkehrsmittel zwischen den Häusern.

Am Freitag fuhren wir nach Mikkeli um dort ein offizielles Training der Veranstalter der Jukola zu machen. Das Gelände war im Gegensatz zu Salo nicht so schön – sehr “grün” und dichtes Wegenetz.

Nach einem Lauftraining am Samstag begann dann die Venla-Staffel (Damenstaffel). UOK hatte ein sehr starkes Team am Start und war einer der großen Favoriten. Es war spannend das Rennen per Videowall und GPS-Tracking mitzuverfolgen und nach hervorragenden Einsätzen lagen wir dann ab der dritten Strecke in Führung! Ida Bobach, Maja Alm, Jenny Johansson und Simone Niggli konnten die Staffel für sich entscheiden und somit gewann Ulricehamn zum vierten Mal die Venla.

Zur Herrenstaffel:

Leider erkrankten zwei gute Läufer unserer Herrenstaffel und mussten kurzfristig absagen bzw. wieder abreisen. So war unser Team etwas dezimiert aber da wir genügend Reserveläufer dabei hatten war es kein Problem und wir konnten starten. Ich durfte die sechste und vorletzte Strecke laufen (11km).jukola09-6

Auf der Startstrecke ging es leider nicht so gut wie erhofft und wir waren dann auf Position 100+ aber nach einigen guten Strecken lagen wir um Platz 50 und ich lief nach der fünften Strecke als 48. in den Wald. Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme, wusste nicht dass der “schwarze Strich” auf der Karte ein Schützengraben war und war erstaunt über die Gräben, der Fehler hielt sich aber in Grenzen und auch der Rest des Laufes war ganz in Ordnung. Ein richtig gutes Feeling hatte ich aber nicht und verlor ein paar Plätze und übergab als 55. Auf der Schlussstrecke lief unser Schlussläufer ein exzellentes Rennen und konnte noch auf den 47. Platz laufen.

GPS-Tracking (6. Strecke)
Karte

Mit dem Ergebnis können wir denke ich sehr zufrieden sein, waren doch einige gute Läufer nicht dabei, dass zeigt aber auch das wir gute Läufer haben die über sich hinaus wachsen können wenn sie für das Team laufen!

Die Rückreise erfolgte nicht per Direktflug Helsinki-Wien sondern mit der Fähre von Turku/Åbo nach Stockholm, Montag auf Dienstag verbrachte ich bei einem dänischen OLer in Norrköping wo ich auch bei einem Training mit LiU elitidrott orientering mitmachen durfte (Bahnintervalle). Dienstag Rückflug Nyköping/Skavsta – Bratislava und dann per Bus nach Wien.

ÖM Mittelgold, Bundesländerstaffel und JWOC-Vorbereitung

Dieses Wochenende fanden die Bundesländerstaffel und die ÖM Mitteldistanz in Kärnten statt.

Bei der Bundesländerstaffel bestand mein Team aus Peter Bonek, Anna Simkovics, Guni Palme, Georg Wittberger und mir auf der Schlussstrecke. Schon am Anfang des Laufes waren wir in Führung, die wir dann auf der zweiten Strecke noch weiter ausbauen konnten, auf der dritten verloren wir ein wenig waren aber immer noch im Führungspaket dabei und Georg “Witti” Wittberger konnte sich dann mit einem super Lauf vom Rest des Feldes absetzen und gab mir in etwa eine Minute Vorsprung auf das steirische Team mit Klaus Schgaguler auf der Schlussstrecke.

Ich war etwas müde in den Beinen und musste mich schon beim dritten Posten überholen lassen, danach kämpfte ich selbst weiter und ab Posten 9 ging es wieder besser und ich konnte das Tempo erhöhen. Schlussendlich wurde mein Team 2. mit einer halben Minute Rückstand auf das steirische. Da bei der BL-Staffel aber die ersten drei Teams jedes Bundeslandes zusammengezählt (Platzziffern) werden gab es noch Hoffnung auf einen Wiener Sieg. Nachdem alle drei Wiener Teams das Ziel erreicht hatten stellte sich heraus, dass Steiermark und Wien dieselbe Platzzifferanzahl hatten (19) und laut WO wird dann das beste Einzelresultat gezählt. Somit wurden wir Zweiter.
Ergebnis, Karte

Am Sonntag fand dann die Österreichische Meisterschaft auf der Mitteldistanz statt. Ich startete als einer der letzten und hatte gleich von anfang an einen guten Flow, konnte das Tempo immer weiter erhöhen bis ich allerdings beim 15. Posten einen 50-Sekundenfehler machte. Dort war ich schon auf der Wiese draußen, ich hatte mir die Wurzelstöcke etwas anders erwartet, aber egal zurück zum Posten, gestempelt und vor dem Lauf hatte ich mir gesagt, dass ich mir in etwa eine Minute Fehler erlauben darf. Ok, also beschleunigte ich weiter ins Ziel und konnte als Sieger ins Ziel laufen. Mein 16. ÖM-Titel war gesichert.
1. 29:44 (Ergebnis)
Karte, Routegadget

Nach dem Wettkampf ging die Reise nicht zurück nach Wien sondern nach Italien, zu Laghi die Fusine, wo Henrik und ich ein Mitteldistanztraining geplant hatten als Vorbereitung auf die JWOC. Zwar wird die JWOC nicht so extrem schwierig werden wie dort, aber es heißt ja “train hard, win easy”. Jeder legte eine in etwa 2km lange Strecke, die man zuerst markieren musste und danach trafen wir uns beim Start. Das alles dauerte etwas länger als geplant, es war wirklich extrem schwierig! Danach lief ich Henriks Bahn ab, da ging es schon recht gut, schnell waren wir allerdings nicht unterwegs. Die Belaufbarkeit war mit den Läufen in Kärnten nicht zu vergleichen. Ein weiteres gutes Training also direkt nach einem Wettkampf, so wie vorige Woche in Stockholm :).

Karte OL-Training Laghi di Fusine (JWOC Mitteldistanz-relevant)

14. Platz bei der Tiomila!

Start der Herren
Start der Herren

Am Mittwoch vor der Tiomila bekam ich einen Anruf von unserem Elitechef in UOK: “Du läufst im 1. Team die 9. Strecke.” Das war der Anfang einer erfolgreichen Story.

Der Samstag wurde genutzt um das Damenrennen zu verfolgen, einerseits das UOK-Team das trotz dem Ausfall zweier Topläuferinnen einen exzellenten 8. Platz belegte und andererseits “OK Wien” mit Ursula Kadan, Marlene Habenicht, Gislind Berger, Lucie Babel und Agnes Harreither anzufeuern.

tiomila09-1… Sonntag, 19.4. 02:50 Uhr in der Früh nach knapp 7 Stunden Schlaf stand ich auf und hörte ich in der Küche schon Leute über den Lauf und Wald berichten. UOK hatte einen super Start und lag bisher immer unter den ersten 7 in Kontakt mit der Führung. Was für eine Nachricht!

Ich freute mich schon darauf und als wir vom Auto in Richtung Zielgelände gingen hörten wir weitere Meldungen “Ulricehamn an 4. Stelle …”. So waren wir dann nach sieben Strecken an 5. Position, vor u.a. Halden, Kalevan Rasti, … und ich begann mich auf den Lauf vorzubereiten. Leider konnte unser 8. Läufer sein Können nicht in der schwierigen Situation unter Beweis stellen und wir verloren ein paar Plätze. Ich ging dann als 13. ins Rennen und begann schon von Anfang an ein hohes Tempo zu laufen, ich wollte nichts herschenken.

090419-tiomilapreviewJeder Hügel, Sumpf, Dickicht wurde so schnell wie möglich über/durchquert und ich fand sehr gut in den Lauf. Ein kleiner “Fehler” von 5-10 Sekunden beim ersten Posten, danach überholte ich Halden zum Zweiten, zum Dritten verlor ich Zeit im tiefen Sumpf, war kurz dahinter und am Weg zu Posten 4 trennten sich unsere Wege. Der Haldenläufer hatte eine kürzere Gabel und ich sah ihn danach hin und wieder genau im selben Abstand vor mir laufen. Gegen Ende des Laufes sah ich plötzlich einen OK Orion-Läufer der anscheinend knapp hinter mir gestartet war vor mir. Leider ging es nicht den Abstand auf ihn zu verringern aber schlussendlich konnte ich als 14. übergeben.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Lauf, hatte ich doch alles gegeben und die Position in etwa gehalten (38. beste Zeit auf der Strecke – 6km, 34:21). Auf der Schlussstrecke konnte dann Stefan Zingg die Platzierung beibehalten was in einem sensationellen 14. Platz für unser Team resultierte.

Karte 9. Strecke

14  43  Ulricehamns OK 1                                          10:18:53
        Erik Öhlund                   1:11:55       5   ABABA 1   01:11:55     5
        Matthias Niggli               1:13:40       17  BABAB 3   02:25:35     4
        Peter Arnesson                0:41:26       8   ABABA 3   03:07:01     3
        Oskar Svärd                   1:47:57       15        15  04:54:58     7
        Marcus Kvarndal               0:41:19       12  BABAB 2   05:36:17     6
        Andreas Müller                0:53:32       5   ABAB  2   06:29:49     4
        Anders Konring                0:57:27       22  BABA  4   07:27:16     5
        Christian Arnesson            0:48:02       231 1ACB  9   08:15:18     13
        Erik Nilsson-Simkovics        0:34:21       38  2BAC  2   08:49:39     14
        Stefan Zingg                  1:29:14       155 3CBA  2   10:18:53     14