EM Staffel Startstrecke

Natürlich war ich nervös vor dem Start. Ich hatte meinen WM Staffellauf von 2013 im Hinterkopf, da die Staffelaufstellung komplett gleich war. Ich als Startläuferin sollte an Elisa übergeben und Ursi sollte die letzte Strecke übernehmen. Auch wenn die Erinnerungen an den WM Lauf nicht die besten sind, weiß ich dass mich genau dieser Lauf letztes Jahr mental einen großen Schritt weitergebracht hat und vermutlich auch ein Mitgrund für die World Games Medaille war.

Ich war vollkommen auf meine Aufgabe fokussiert.Trotzdem passierte mir ein kleiner Fehler kurz vor dem Durchlauf, wo leider ein paar Nationen an mir vorbei liefen. Nach dem Durchlauf verlor ich läuferisch noch ein bisschen Zeit auf die Spitze aber ich war zufrieden als 15. an Elisa zu übergeben. 1’30 hinter Dänemark. Ich wusste dass ich alles aus mich herausgeholt hatte was momentan möglich war. Die Staffel endete schlussendlich auf den 13 Platz in der Nationenwertung.

Hans Gemperle

Foto: Hans Gemperle

Jetzt muss ich nur noch versuchen meine Staffelleistungen auch bei den individuellen Läufen durchzusetzen um näher an die Weltspitze heranzukommen. Aber bis zur WM ist ja noch ein bisschen Zeit :-)

EM Mitteldistanz

 

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Mein erstes EM Finale war im nachhinein OK auch wenn ich mir eine bessere Platzierung erwartet/gewünscht hätte. Ich kam als Führende ins Ziel und war mit meinem Lauf zufrieden. Wenn ich meinen Lauf analysiere finde ich jedoch überall Sekunden die unnötig verloren gegangen sind. Das Gelände war sehr läuferisch und wenn man nur ein wenig vom “Strich“ abgeweicht ist um quasi einen Hügel oder einen Graben zu umrunden sind gleich einige Sekunden weg geronnen. Natürlich habe ich auch läuferisch Zeit an die Spitze verloren aber es ist ja erst der Anfang der Saison.

EM Mitteldistanz: 60.Platz

Beim Sprint verpasste ich leider mit 12 Sekunden das Finale.

Bis zur Staffel am Mittwoch kann ich mich jetzt noch gut erholen und vorbereiten. Ich freue mich schon :-)

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Vom Winter in den Sommer

 

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Nun habe ich meine Wintersaison endgültig abgeschlossen. Auf Grund des schlechten Winters wurde die Ski OL Saisson in den Jänner verschoben. 14 Wettkämpfe innerhalb von einem Monat wovon die Hälfte Weltcupläufe waren. Bei meinen ersten Weltcupläufen durfte ich auch gleich einige Weltcuppunkte sammeln. Da ich in Schweden sehr viel langlaufe ist auch mein Interesse für das Langlaufen gewachsen und wenn man schon in Mora lebt, dann soll man ja auch den Wasalauf bewäligt haben. 90 lange Kilometer waren es und ein unbeschreibliches Gefühl über die Ziellinie zu laufen. Ich war unglaublich müde und überglücklich. Mein Ziel unter sechs Stunden zu laufen habe ich leider nicht erreicht aber ich war froh es bei den schwierigen Bedingungen (warm und daher kaum Spuren) es geschafft zu haben. Ich weiß aber dass die sechs Stunden sicherlich möglich sind bei etwas kälteren Temperaturen und 90 Kilometer mit Spuren.

Im März war ich Österreich um mich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Was mich besonders freut ist dass mein Bruder und Ich es beide geschafft haben. Das erste Mal dass wir gemeinsam zu einem internationalen Großereignis fahren. Noch vergangenes Wochenende bin ich zwei Langlaufrennen gelaufen, da es keine OL Wettkämpfe in der Nähe gab,aber ich trotzdem ein bisschen Wettkampffeeling vor der EM bekommen wollte. Ich hab mich mit meinen Langlaufrennen selbst überrascht und es freut mich zu sehen dass ich im Langlaufen auch immer besser werde.

Jetzt sitze ich mitten im portugiesischem Wald wo wir Österreicher unsere schöne Villa haben. Ein sommerliches Foto von Portugal folgt noch.

Mein Program:

 

Donnerstag 10.5. : Mittel Quali

Samstag 12.5.: Sprint Quali

Sonntag 13.5.: Sprint Finale

Montag 14.5. : Mittel Finale

Mittwoch 16.5. : Staffel

2013 ein Jahr voller Emotionen

2013 ist ein Jahr das ich nie vergessen werde. Ich habe im Sommer den Gipfel des Berges bestiegen. Das Jahr startete damit dass ich im Ski-OL immer besser geworden bin. Von ganz unten in der schwedischen Rangliste bin ich immer schneller geworden und schlussendlich stand ich mit einer Silbermedaille bei der schwedischen Meisterschaft da. Ich habe 2013 mit langlaufen im klassischen Stil begonnen und im März war beim Halbwasalauf (45km) unter den Top 16 (von 2200Damen) . Im März tauschte ich meine Ski durch Füße aus und startete meine OL Saison mit einem erfolgreichen Lipica Open. Ich fühlte mich nach meiner Langlaufsaison stark und das war ich auch. Im Sommer begann eine lange Reise mit Tiefen die sich zum Schluss zu Höhen entwickelten. Von Tschechien, Finnland, Nordschweden, Kolumbien,  Florida, China und Dubai war alles dabei. Damals war ich mit meiner Junioren WM zufrieden. Heute weiß ich dass ich mich eigentlich erst richtig während dem Sommer entwickelt habe. Wahrscheinlich war der Grund dafür die Weltmeisterschaft in Finnland. Nach der Staffel, die ich weinend absolvierte spürte ich dass mein Selbstvertrauen geschwächt war aber meine starke mentale Seite überwog. Die Reise setzte fort. O-Ringen in Boden mit einem 5 Platz im D20Elite Gesamtrang zu beenden zähle ich zu meinen Höhepunkten. Ich bekam viel Aufmerksamkeit von Speaker, Publikum und Zeitung. „Ich bin dort wo ich sein will und ich kann nur noch besser werden.“  Direkt nach O-Ringen flog ich nach Cali, Kolumbien. Tropisches Klima und unglaublich fröhliche, salsa-tanzende Menschen waren dort anzutreffen. Das erste Mal durfte ich mich wie ein „Star“ fühlen. Die Bronzemedaille die am Fensterbrett liegt lässt mich jeden Tag an diesen einen Tag erinnern. Kerschi, Ursi, Robi und ich schrien vor Freude. Wir wurden als das glücklichste Team bezeichnet. Sich als Juniorin eine World Games Medaille umhängen zu lassen verursacht ein kribbeln im Bauch und Gänsehaut das glaubt man kaum. Freude. Vor allem wenn man weiß dass man das Beste aus sich herausgeholt hat. Nach einem kurzen Erholungsaufenthalt in Miami Beach mit Ursi und einem Besuch am südlichsten Punkt der USA, konnte ich mich zu Hause erst so richtig erholen und alles realisieren. Im Oktober ging die Reise zu einem weit entfernten Land in Asien weiter. Gemeinsam mit meinem Bruder flog ich nach Bejing und weiter nach Changchun zur Park World Tour in China. Zwei Wochen voller Spaß und Erfolge(siehe Bericht Park World Tour-ojojoj). Erik und ich besuchten bei der Heimreise noch kurz die Sommer wärme, badeten am Jumeirah Beach in Dubai  und besichtigten das  größte Gebäude der Welt- Burj Khalifa mit seinen 828 Metern. Wir bekamen während unserer Reise nicht nur die lange Chinesische Mauer, den hohen Burj Khalifa sondern auch den zweit höchsten Berg der Welt- K2 zu sehen.

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2013. Ein unvergessliches Jahr. 2014 ein neues Jahr.