Anna Nilsson-Simkovics "orienteering-a part of my heart"

Letztes Wochenende fand in Hall die Österreichische Meisterschaft im Ski-OL statt. Nachdem ich am Vortag beim Austriacup 29 sekunden Rückstand auf die Siegerin Lisa Pacher hatte, war die Motivation umso größer und ich hatte einen perfekten Lauf und wurde  Österreichische Meisterin. :-) Heute habe ich auch mitgeteilt bekommen, dass ich mich für die Junioren WM in der Ukraine qualifiziert habe.

Foto: Rainer Burmann

Foto: Ich vor einigen Jahren am Semmering ;-)

Ich will Schnee! In fast ganz Österreich liegt Schnee und was mache ich?! Ich fliege nach Schweden mit Langlaufskiern und vollem Optimismus, auch wenn kein Schnee in den Ferien vorausgesagt war. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt ;-) Es hat sogar geschneit, aber leider nur wenig.  Aus den Langlauftrainings  sind mehrere schöne Lauftrainings, Krafttrainings und OL-Trainings entstanden. Tour de Ski war auch eine meiner Tagesbeschäftigungen. Auch aus dem Fernsehen kann man lernen und die Technik von den Besten anschaun und darauf hoffen, dass man diese irgendwann auch so beherrscht wie diese Langläufer. ;-)   In 1,5 Monaten ist schon Junioren WM. Das heißt, ich sollte davor noch viel am Schnee trainieren. Jedoch liegt in Wien kein Schnee :-( ABER, für nächste Woche ist endlich auch in Wien Schnee angesagt! jipiii! …und hoffentlich bleibt er wieder liegen, damit ich in den Parks in Wien endlich wieder langlaufen kann.

 

Nach einem langen OL-Sommer, wollte mich  ein Virus vermutlich  nicht mehr loslassen. Ich hatte Husten, Schnupfen usw. Die Ärzte meinten ich darf trainieren, aber ich fühlte mich nicht wirklich fit und das machte mich etwas unsicher. Ich hörte von manchen anderen Orientierungsläufern, dass sie mit der gleichen Krankheit zu kämpfen hatten und nach ungefähr 3 Wochen wieder gesund waren und darum verlor ich nie die Hoffnung, dass ich auch wieder gesund werde. Dann stand bereits die JEC in Österreich bevor. In dieser Woche fühlte ich mich schon etwas besser und darum entschied ich mich dafür, dass ich an den Start gehe. Es war schön alle Freunde aus den verschiedenen Ländern zu sehen aber wenn es um den Orientierungslauf ging war dieses Wochenende kein Erfolg für mich. Ich spürte während den Läufen einfach dass mein Körper nicht bereit war für einen Wettkampf. Nach diesem Wochenende sah ich ein, dass ich wirklich gesund werden muss und nahm nicht an den nächsten Austriacups teil. :-( Nach drei langen Monaten bin ich endlich gesund geworden!  Ich nahm dann auch in Venedig an dem Stadt-OL teil und war fasziniert von meinem Ergebnis (5.Platz) nach so einer lang andauernden Krankheit. Diese Krankheit war auch der Grund warum ich meinen Blog nicht aktualisiert habe.  Jetzt beginnt die Ski-OL Saison und ich fahre dieses Wochenende auf Trainingskurs in die Ramsau :)

O-ringen war wieder einmal eine sehr schöne Woche in einem teschnisch sehr anspruchsvollen Gelände. Die Woche begann für mich ziemlich gut aber leider gelangen mir die restlichen Läufe nicht so wie ich es mir erwartet hatte. Ich war zwar mit meinem Endergebnis nicht zufrieden aber ich habe etwas sehr wichtiges unter der O-ringen Woche gelernt. Und zwar wie man richtig in Schweden orientiert :-P. Ich laufe leider immer viel zu schnell bei O-ringen, weil ich es vom kontinentalem Gelände noch gewohnt bin und daher passieren mir leider immer wieder Fehler.  Gleich am Wochenede nach O-ringen, hatte ich noch einen Versuch mich auf einer schwedischen OL-Karte zurecht zu finden. Die Jugend 10Mila war wiedermal ein richtig lustiges Ereignis. Ich startete wieder für Ulricehamns OK. Um 5:30 in der Früh gings los. Ich war unter anderem mit Lisa Holer hahezu die ganze Zeit in Führung. Am Ende passierte mir dummerweiße noch ein 50 Sekunden Fehler. Leider gelang mir dadurch kein Streckensieg aber ich war mit dem 5.Platz sehr zufrieden! Ulricehamns OK platzierte sich auf den sehr guten 10.Platz so wie vor zwei Jahren. Meine erfolgreiche Jugend 10Mila “Karriere” ist leider zu Ende aber ich kann mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden sein. Ich glaube die Staffel, vor allem die Startstrecke liegt mir einfach. Ich liebe es, vor allem weil man sich bei Erfolgen gemeinsam freuen darf!

Jugend 10Mila:

2009: 1. Platz auf der 2.Strecke

2010: 3.Platz auf der 1. Strecke

2011: 5.Platz auf der 1. Strecke

Weiters wurde ich bei der Götalands Meisterschaft 3, welches mein erster GM-Titel ist.

Ich nahm diesen Sommer auch an einem schwedichen TL teil, Västergötlands Junior SM-läger, welches mir technisch sehr viel brachte. Bevor die Reise wieder zurück nach Österreich ging, nahm ich noch am Silva Junior Cup in der Nähe von Stockholm teil und konnte mich mit den besten schwedischen Juniorinnen vergleichen.

Jeden Tag  hat es um die 35°C in Wien, was für mich eindeutig viel zu heiß ist!..Nun muss ich wieder bis am Abend warten damit ich wieder in halbwegs normalen Temperaturen trainieren kann…;)

 

Alles geht einmal zu Ende, aber alles hat auch seinen Anfang. Meine vierte und letzte EYOC ist vorbei, meine erste JWOC war genial.

Unser Österreich-Team machte sich auf den Weg nach Wejiherowo ganz im Norden von Polen. Für manche war es das erste Mal, für andere war es die letzte Junioren WM.  An diesem Tag stand alles noch offen. Wer wird Weltmeister? Sind wir Österreicher vorn dabei? Wo im Feld der weltbesten Juniorinnen stehe ich? Nach ein paar Tagen Vorbereitung im polnischen Gelände gings mit dem ersten Wettkampf über die Sprintdistanz los. Einige waren schon im Ziel aber ich musste noch in der Quarantäne einge Stunden verbringen um dann schlussendlich in die Startzone zu gehen. Mein erster Junioren-WM Lauf war wohl nichts. Der Sprint war generell kein anspruchsvoller Lauf aber mir fehlte die Konzentration und ohne “Köpfchen”  geht beim OL leider nichts ;). So ähnlich ging es mir auch bei der Langdistanz, an der  ich den gleichen Platz erring.

Nach dem Ruhetag fand die Mittel-Qualifikation statt. In diesem schnell belaufbaren und schönem Gelände  gelang mir ein souveräner Lauf. Ich wurde 10. in meinem Heat, womit ich sehr zufrieden sein kann. Somit qualifizierte ich mich für das Mitteldistanz A-Finale. Auf Grund meines guten Ergebnisses vom Vortag hatte ich eine gute Startzeit (weit hinten im Startfeld). Die Mitteldistanz wurde auf der gleichen Karte wie bei der Qualifikation ausgeführt, aber es wurde ein anderer Teil verwendet. Somit erwartete uns ein zum Qualifikationslauf sehr ähnliches Gebiet. Leider velor ich zu meinem 1. Posten gleich eine Minute weil ich unabsichtlich einen Weg überlief. Eine falsche Routenwahl vor dem Zuschauerposten kostete mich eine weitere Minute. Nach dem Durchlauf war noch ungefähr die Hälfte der Bahn zu bewältigen. Ich nahm mir vor, dass dieser zweite Teil ein neuer Wettkampf für mich ist und dass ich diesen Wettkampf fehlerfrei bewältigen wollte. Ich hörte auf mich und somit holte ich im Schlussteil enorm auf und konnte meine Fehler vom “ersten Wettkampf” wieder “gutmachen”.  Natürlich war es auf Grund von den Fehlern am Anfang kein perfekter Lauf aber ich konnte trotzdem mit mir zufrieden sein. Ich platzierte mich auf Rang 31 und gehöre daher im Mitteldistanz OL zu den 31 besten Juniorinnen der Welt. :)  Robert Merl wurde bei der Langdistanz Vize- Weltmeister und ihm gelang bei der Mitteldistanz wieder ein sensationeller Lauf und wir konnten uns mit ihm über seinen Junioren WeltmeisterTitel freuen! Das erste Mal in der Geschichte gibt es 3 Weltmeister (exakt gleiche Zeit) in einem Bewerb und ein Österreicher ist dabei.  An diesem freudevollen Tag erfuhr ich, dass ich bei der Staffel mit Julia Bauer und Anja Arbter in einem Team sein durfte. Am Staffeltag stand ich auf der Startlinie und das Startsignal wurde gegeben. Ein sehr schnell belaufbarer Wald und Anfangs ziemlich einfach sich zu orientieren. Mit einem ziemlich hohen Tempo ging es dann beim Zuschauerposten vorbei. Das OL-Gebiet wurde gegen Ende hin immer anspruchsvoller und das Tempo daher etwas langsamer. Mein “Packerl” und ich hatten Schwierigkeiten mit einem Posten und wir verloren dadurch wahrscheinlich 2 Minuten. Der restliche Lauf verlief für mich ziemlich gut und ich übergab als 15. mit einem Lächeln im Gesicht an Julia, die mit einer Streckenbestzeit einige Platzierungen aufholen konnte. Anja gelang ebenfalls ein guter Lauf.  Die Schwedinnen wurden Juniorenweltmeister im Staffelbewerb und wir platzierten uns auf den sehr guten 8. Platz. Österreich hat im Staffelbewerb noch nie so eine gute Platzierung bei einer Junioren WM erreicht. Somit ließen wir uns es am Abend beim Bankett gut gehen, denn wir hatten ja schließlich etwas zu feiern- JWOC 2011 war für Österreich die erfolgreichste  Junioren WM.

Für mich war diese WM sehr zufriedenstellend, da ich konstante Läufe hatte. Auch die Stimmung bei der Junioren WM war wirklich toll. Die JWOC hat mich motiviert fleißig weiter zu trainieren um in den weiteren Jahren sogar bessere Ergebnisse zu erzielen. Ich habe viele nette Persönlichkeiten kennenglernt und ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Sommer-Wettkämpfe, wie unter anderem O-ringen und die Jugend Tiomila.


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