PWT China

Ni hau!

Nach 2013 war es wiedermal Zeit für mich nach China zu reisen um an der Park World Tour, im Rahmen der Beijing O-Week teilzunehmen. Diesmal fanden die Wettkämpfe in und um Peking statt. 8-8-7-6-4 waren meine Platzierungen mit denen ich durchaus zufrieden bin.  Die professionellen Wettkämpfe und die wunderschönen Gebiete werden vermutlich mein Leben lang in Erinnerung bleiben.  

Bilder sagen mehr als tausend Worte: 

Ergebnisse

Ellbogenluxation

Am 30.4.2016 kam ich beim Weltcup in Polen während der Mitteldistanz zum Sturz. Dabei kegelte sich mein linker Ellbogen aus und von allein wieder in die richtige Position ein. 

Ein Jahr später am 6.5.2017 bei der Weltcup Qualifikation passierte mir das Gleiche am rechten Ellbogen. Diesmal musste jedoch nachgeholfen werden um den Ellbogen in die richtige Position zu bringen.

Wie passiert sowas? Beim Sturz auf den gestreckten Arm. Der Arm geht nicht mehr zum abwinkeln, da durch die Luxation ”kein” Gelenk mehr vorhanden ist. 

Was tun? Arm hängen lassen. Wenn man Glück hat regelt das der Körper von selbst. Ansonsten soll der Ellbogen so schnell wie möglich eingerenkt werden, jedoch erst nachdem er geröntgt wurde, um sicherzustellen dass keine Fraktur vorhanden ist. Frakturen kommen im Zusammenhang einer Luxation sehr häufig vor.

Wie behandeln? Da Ärzte eine Luxation anscheind sehr unterschiedlich behandeln, werde ich meine sehr unterschiedlichen Erfahrungen erläutern.

Ellbogenluxation #1: Ellbogen ging von selbst wieder in die ursprüngliche Position zurück. Behandlung: Arm wurde im Dreieckstuch stillgehalten. Keine Physiotherapie aber Bewegung bis zur Schmerzgrenze. 
Untersuchungen: Röntgen, MRT, CT
Erster Laufversuch: 14 tage nach Unfall
Erster Wettkampf: 5 Wochen nach Unfall

Ellbogenluxation #2: Ellbogen musste vom Arzt eingerenkt werden. (40min nach Unfall)
Behandlung: 11 Tage in gespalteten Oberarmgips + 8 Tage in Kunststoffgips.
Tag 21 nach Unfall beginn mit Physiotherapie, Volle Beweglichkeit (strecken, beugen) erst nach 6-7 Monaten möglich. 
Untersuchungen: Röntgen, MRT
Erster Laufversuch: 10 Tage nach Unfall (mit Sportgips)
Erster Wetttkampf: 4 Wochen nach Unfall

Mein Fazit: Auf jeden Fall mindestens für eine Woche einen Gips tragen, da der Arm komplett ruhiggestellt wird und somit schneller heilen kann. Wenn möglich, sofort einen Kunststoffgips verlangen, da er um einiges leichter ist.  Physiotherapie ist sehr wichtig, da nach der Gipsabnahme die Bewegung im Arm sehr eingeschränkt ist. In diesem Sinne: Vielen Dank an das IMSB in der Südstadt für die gute Behandlung! Ich habe während der Verletzung folgendes trainiert: Krafttraining, Hometrainer, Hügel-Geh-Intervalle. Mit Sportgips war sogar laufen möglich. 

Was mache ich im Winter?

https://henry54.kuvat.fi/kuvat/Hiihtosuunnistuksen+EM-kisat+7-12.2.2017+Imatra/Aikuisten+EM+sprinttiviesti/

Foto: henry54.kuvat.fi

Während viele Orientierungsläufer im Winter hauptsächlich laufen, stehe ich viel auf Langlaufskiern.  Ich bin begeisterte Langläuferin und und Ski-Orientierungsläuferin. 

Diese Saison habe ich zum ersten Mal überlegt, ob ich weiterhin ski-orientierungslaufen möchte. Es ist nicht leicht zwei Sportarten zu betreiben, da es sehr viel Zeit und Kraft beansprucht. Meine höchsten Ziele habe ich im Orientierungslauf….aber einer Leidenschaft kann man nicht entgegensteuern: 

Vor zwei Wochen nahm ich an der Ski-OL Europameisterschaft in Imatra, Finnland teil. Ich war körperlich in Form, aber von meinen Ergebnissen nicht begeistert.  Nach der Langdistanz, müde und erschöpft, kam mir der Gedanke, dass ich vielleicht wirklich endgültig aufhören sollte. Wenige Stunden später war mir klar, dass ich nicht mit Etwas aufhören kann, was mir so viel Spaß macht. Die Ski-OL EM war ein Erlebnis. Typisch skandinavisch, bergauf, bergab auf wurzeligen, eisigen Schmalspuren gegen die Weltspitze. Einfach eine geniale Sportart! 

Ich sehe das Ski-Orientierungslaufen als super Alternativtraining und es bringt mir sehr viel für die Sommersaison. Die Orientierungstechnik ist prinzipiell sehr verschieden. Ich würde den Ski-OL am ehesten mit dem Sprint beim Orientierungslauf vergleichen, nur schwieriger da man durch die hohe Geschwindigkeit extrem schnelle Entscheidungen treffen muss. Das schnelle Denken nehme ich in die Sommersaison mit. Nach jeder Ski-OL -bzw. Langlaufsaison fühle ich mich außerdem körperlich extrem stark und ich bin es auch 🙂 

Alternatives Training ist meiner Meinung nach nicht nur für den Köper sondern auch ach für die Motivation sehr wichtig. Es ist eine gute Alternative die Muskeln zu stärken und somit Verletzungen vorzubeugen. Außerdem kann ich viel mehr trainieren als wenn ich nur laufen würde. Alternativtraining bringt also nur Positives mit sich. Mich werdet ihr weiterhin bei Ski-OL und Langlaufrennen sehen. 😉  

Während die Ski-OL Profis kommende Woche in Russland um Medaillen kämpfen, bin ich aber schon im warmen Süden auf OL-Trainingslager und trainiere auf meine Ziele hin.

Körpersignale, Adrenalin und Weltcuppunkte

Ich komme ins Ziel und ich weine.  Ich bin Vizestaatsmeisterin über die Mitteldistanz aber ich weiß, dass ich nicht ich bin. Wenn ich an diesen Tag zurückblicke, bin ich fasziniert von den Signalen meines Körpers. Die Wochen davor waren geprägt von Müdigkeit und ich trainierte wie normal weiter, bis mein Körper stopp sagte und sich ein Eisenmangel herausstellte.  Zuvor hatte ich öfters davon gehört. Doch wie stark es einen Körper beeinträchtigt, weiß man erst wenn man selber davon betroffen ist.

Das erste Weltcuprennen: Obwohl ich noch immer unter Eisenmangel leide, fahre ich nach Polen. Schließlich bin ich vergangenes Wochenende Vizestaatsmeisterin geworden. Ich vermute, dass es meine Leistung nicht so stark beeinflusst, obwohl ich mich miserabel fühle. Ein erneutes Mitteldistanzrennen, diesmal ist es ein Weltcuprennen. Es fühlt sich an als ob ich 130% geben müsste um an mein Potenzial heranzukommen. Es geht bergab, ich stolpere über einen Stein. Reflexmäßig stütze ich mich auf eine Arme ab, aber ich lande am Bauch. Mein linker Arm schmerzt und ich vermute sofort, dass was Ärgeres passiert ist. Trotzdem will ich es nicht glauben. Nach zwei Minuten bekomme ich das Gefühl im Arm zurück. Mit viel Adrenalin im Blut laufe ich ins Ziel. Mit einem ausgerenkten Ellbogen, der sich von selbst wieder eingerenkt hat, habe ich das Weltcuprennen fortgesetzt. Im Nachhinein gesehen ist es unrealistisch wie ich es ins Ziel geschafft habe, denn nur wenige Stunden danach konnte ich meinen Arm nicht bewegen. Warum ich fertig gelaufen bin? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich stur, zielstrebig und eine Person bin, die nicht aufgibt. Ich kämpfe weiter.

Nach einem längeren Heilungsprozess, war neben der WUOC in Ungarn, der WM Sprint der nächste Jahreshöhepunkt. Ich war wieder gesund und heil, aber nach meinen wenigen Starts nicht routiniert genug.  Ich war zufrieden, verpasste jedoch um 17 Sekunden das Finale. Somit war die WM nach 16 Minuten für mich zu Ende. Nach einem 33. Platz im WM Finale in Schottland vergangenes Jahr war das natürlich eine Enttäuschung. Trotzdem konnte ich Situation mit Rückblick auf die Saison verkraften. Ich konnte und durfte nicht mehr von mir erwarten.

Meine Saison begann eigentlich erst bei der WM. Ich fühlte mich wieder fit und hatte wieder die Motivation zum trainieren gefunden. Es ging wieder in die richtige Richtung. Zum Abschluss konnte ich beim Weltcup in der Schweiz noch Weltcuppunkte sammeln und mit meinen Leistungen zufrieden sein. 🙂

Laghi di Fusine, Foto: Erik Simkovics

Weltcup Finale: Höhen und Tiefen

Aroser Weisshorn 2653m

Aroser Weisshorn 2653m

Berge, traumhaftes Wetter, eine wundervolle Stimmung. Alles war Top – nur meine Einsätze leider nicht. Vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen gehabt, vielleicht war es mein schlechter Schlaf, die Höhe – vielleicht eine Kombination. Ich weiß es nicht. Aber es gibt hin und wieder Wettkämpfe wo nichts zusammenpasst. Diesmal war es für mich leider das Weltcup Finale in Arosa. Meine Beine fühlten sich relativ gut an aber o-technisch war ich dieses Wochenende nicht ganz bei der Sache. Es schlichen sich einfach zu viele Fehler ein.

Trotzdem bin ich froh dabei gewesen zu sein. Obwohl ich mit meinem Läufen gar nicht zufrieden war, schlichen die negative Gedanken schnell in den Hintergrund. Orientierungslaufen ist nämlich zu schön und lustig um sich lange zu ärgern. I’ll be back.

Ergebnisse, Videostream, GPS

ÖFOL-Bericht

Kleines aber feines Weltcupteam

Kleines aber feines Weltcupteam

Aroser Weisshorn